Die Vögel zwitschern, eine Frau malt eine endlose Linie, zwei Menschen sitzen sich auf Stühlen gegenüber und schweigen gemeinsam. Willkommen im Garten der Ruhe. Und das mitten im Trubel des University Future Festivals Berlin. Doch was bezwecken wir mit dem Garten eigentlich?
Für den Experience Track des University Future Festival, das in diesem Jahr unter dem Motto “Under Pressure” stand, haben Regina Stober und ich uns etwas ganz besonderes ausgedacht: Ruhe als didaktische Intervention.
Warum Ruhe als didaktische Intervention?
Lernen steht zunehmend unter Druck: Zeitknappheit, Contentflut, Dauerinteraktion und permanente Sichtbarkeit prägen Lernsettings in jeglichem Kontext, auch an den Universitäten. (Aus-)Ruhen ist dabei keine Abwesenheit von Druck, sondern eine didaktische Antwort darauf.
Die zentrale Frage war dabei, wie Ruheoasen und Toolkits in Lernräumen (digital, physisch und hybrid) gestaltet sein müssen, damit Lernen unter oder trotz Druck gelingen kann. Einen Prototyp der Ruheoase haben wir auf dem UFF in Berlin getestet.
Das Ruhe Menü
Zu Beginn wurden alle interessierten Teilnehmenden von uns mit einem Ruhe Menü begrüßt. Dieses gab einen ersten Überblick über die 7 Arten der Ruhe nach Dr. Dalton-Smith und eine kurze Einführung welche körperlichen und psychischen Symptome zu welchem Ruhebedürfnis führen.
Hier der Überblick:
Der Garten der Ruhe
Als bewusste Intervention im laufenden Festivalbetrieb, entgegen der FOMO und des Stresses einer laufenden Veranstaltung, boten wir den Teilnehmenden eine Ruheoase, wo sie bewusst die 7 verschiedenen Arten der Ruhe erleben konnten.
Jede*r Teilnehmende kann selbst entscheiden, wie lange und in welcher Form ausgeruht wird. Zwischen ein paar Minuten und über einer Stunde war alles dabei.
Diese bewusste Intervention gibt die Energie und inneren Ressourcen, um die Dinge im Programm wirklich aufnehmen zu können, die von der jeweiligen Person priorisiert werden.
Das Kartenset
Die Stationen vor Ort vor, die Teilnehmende nutzen konnten, um selbst geleitet verschiedene Formen des Ausruhens auszuprobieren, wurden jeweils von 4 Karten aus einem Kartenset begleitet. Eine Karte die eine Art der Ruhe erklärt und 3 Karten zum ausruhen.
Der Garten der Ruhe kann für Konferenzen mit didaktischem oder erlebnisorientiertem Hintergrund gebucht werden.
Es gibt zudem auch heute noch die Möglichkeit die Online-Oase zu besuchen und explorieren (Ruhe to go) und dort noch weiterführende Materialien über die Karten hinaus zu explorieren. Hier geht’s lang zur Online Oase als Prototyp.
Du möchtest lernen, wie du Lernerlebnisse wie dieses gestaltest?
In meinen Workshops arbeiten wir mit konkreten Tools und Methoden, um aus abstrakten Möglichkeiten greifbare Handlungsschritte zu entwickeln. Lass uns gemeinsam an der Zukunft des Lernens arbeiten.
