Ich bin im Schwarzwald geboren, einem Mythenraum voller Magie. Dort waren Geschichten mein Fenster zu Welt. Stortyelling war für mich immer schon die reinste Form der Magie und heute helfe ich Menschen dabei mit Hilfe von Storytelling ihr Inhalte in Geschichten, die Wissen vermitteln zu verwandeln. Doch mein Weg ist hier lange nicht zu Ende. 

Eine magische Herkunft

Vor 40 Jahren wurde ich zu Beginn der Walpurgisnacht am Fuße des Schwarzwalds geboren. Hexen spielen dort in den Mythen und den Fastnachtsvereinen eine große Rolle. Jedes Jahr am Aschermittwoch wird in meinem Heimatort eine riesige Hexe verbrannt. Was hat meine irgendwie angeborene Liebe zu Hexen eigentlich mit Lernen und Lehren zu tun?

 

Claude weiß nicht, wann und wo ich geboren wurde und dennoch war die Antwort, welchem Film Charakter ich am nächsten bin, „Professor Mc Gonagall“ aus Harry Potter. Da hab ich tatsächlich sehr drüber geschmunzelt. Ein würdiges Vorbild. McGonagall hat hohe Ansprüche und macht dabei keine Kompromisse, ist aber gleichzeitig tief daran interessiert, dass ihre Schüler*innen wirklich wachsen. 

 

Aber sie war nicht die erste Hexe, die mich geprägt hat. Nein, die erst war „Die kleine Hexe“ von Ottfried Preußler. Diese Geschichte hat mich so begeistert, das ich sie als Buch und Kassette besitze. Die kleine Hexe ist noch nicht „fertig“ mit ihrer Ausbildung. Sie darf offiziell noch gar nicht zaubern, tut es aber trotzdem, weil sie es nicht lassen kann. Ihr Antrieb kommt von innen, nicht von einer Institution. Und sie will keine beliebige Hexe werden, sondern ausdrücklich eine „gute“ Hexe, was in ihrer Welt eine echte Haltungsfrage ist, keine Frage des Könnens. Story of my life irgendwie. Denn noch heute bin ich ein Teil der „Storytelling Rebellion“ (PROMPT Network) und zaubere mich durch die Lernwelt, auch wenn ich keinen Abschluss in Didaktik habe.

 

 

Buch und Kassette "Die kleine Hexe"

Der Kontext

 

Dieses Telefon, das klingelt wenn man sich nähert, ist teil einer größeren Ausstellung im Rahmen von 40 Jahren Vereinsgeschichte und steht noch bis zum 13.6.2026 im Kulturaggregat. Am 11.4. war die Vernissage und damit die öffentliche Premiere des Telefons. Und was soll ich sagen, es hat gar nicht mehr aufgehört zu klingen.

 

Ich habe tatsächlich niemanden gesehen, der nur eine Nachricht angehört hat. Die Verbindung von etwas greifbarem, wie dem Telefonhörer, und etwas schwer zu greifenden, wie die Lebensrealität in 1990, hat überzeugt. Es gab sogar Beschwerden, dass man es nicht nutzen kann, als wir es während der Reden ausgeschaltet haben (damit es nicht immer dazwischenklingelt).

Mit dem Lesen der Bücher über die kleine Hexe, Bibi Blocksberg und Minerva McGonagall kam übrigens auch das Schreiben. Storytelling hab ich mir selbst beigebracht. Mit 15 habe ich meinen besten Freundinnen kleine Romane geschrieben. Hatten wir magische Kräfte darin? Aber klar doch.

Lernen war für mich immer schon Magie, aber ich habe um mich herum immer gesehen, dass viele das ganz anders empfinden. Lernen war Zwang, Belastung oder sogar Trauma. Deshalb bin ich losgezogen, um die Freude zurück ins Erwachsenenlernen zu bringen. 

 

Wie aus Lernen Magie wird

Ich verwandle schon seit fast zehn Jahren Lerninhalte in Geschichten und Selbstständige und Instructional Designer in Stortyteller. Die Jahre seit dem Sprung in die Selbstständigkeit waren für mich das tollste Lernabenteuer meines Lebens. Ich habe meine Karriere als Information Specialist gestartet, bin dann ins Marketing gezogen und von dort ins Lernen ausgewandert. Die Liebe zur Story mit exzellenter Daten/Faktenbasis blieb.  

 

Jetzt zieh es mich in eine Branche, die das Wort Magie wie eine Selbstverständlichkeit nutzt: Experience Design. Und letzte Woche hatte ich das große Vergnügen Joe Pine in London kennenzulernen. Sein Delta Modell ist für mich ein exzellenter Überblick darüber, welche Magie im Lernen stecken kann:

Das Delta Modell (John Pine)

Das Model ist pyramidenförmig aufgebaut und gliedert sich in drei Segmente:

Erlebnisse (Experiences): die unterste Ebene. Hier sitzen Erlebnisse, die einprägsam („memorable“), bedeutsam („meaningful“) und bewegend („transporting“) sind. 

Transformationen (Transformations): die mittlere Ebene. Sie umfasst drei Typen von Aspirationen: Verfeinerung („refinement“), Ehrgeiz („ambition“) und Kultivierung („cultivation“). 

Metamorphosen: die oberste Ebene, die dem Modell seinen Namen gibt. Metamorphische Transformationen sind die höchste Stufe im Delta Model und repräsentieren lebensverändernde Transformationen, die Menschen, Organisationen und Gemeinschaften helfen, ihre Aspirationen nach einem fundamentalen Wandel zu erreichen.

Erst auf dem Level des „Lernerlebnis“ (oder Lernabenteuer) beginnen Dinge einprägsam zu werden, dann bedeutsam, dann bewegend. In diesem Bereich habe ich mich mit meiner Arbeit die letzten zehn Jahre bewegt. Lernen das fesselt, das bewegt und begeistert. Doch ich will mehr. Ich will Lernen schaffen, dass transformiert. Das ist doch mal ein Vorsatz für die nächsten 40 Jahre, oder?

 

Ich suche Beta-Tester*innen:

 

Ich arbeite an meinem ersten Lernprodukt, der 30 Tage Story Challenge, und hoffe, dass sie mehr ist als ein Erlebnis. Sie soll echte transformation anstoßen. Du sollst damit die ersten Schritte auf dem Weg zum Storyteller gehen können. Für Corporate Storytelling und Instructional Design. Auf Deutsch und Englisch. Und dafür brauche ich deine Hilfe! 

Für Juli und August werde ich die ersten Beta-Tests für die Story-Challenge machen. Dafür gibt es die Storychallenge für unschlagbare 75 Euro. 30 Tage jeden Tag Lernen und Schreiben für knapp 2 Euro. Wenn du gerne bei diesem Beta-Test dabei wärst melde dich per E-Mail bei mir.