|
Zwei Drittel der Deutschen haben Zukunftsangst. Darunter sind natürlich auch meine Studierenden. Sie sind zittrig, können sich nicht konzentrieren, aber vor allem können sie sich gar nicht vorstellen, dass es in Zukunft anders oder gar besser sein könnte. Mit 23 Studierenden bin ich im Wintersemester die Reise angetreten, ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, ihre Zukunft selbst zu erforschen. Heute teile ich das Zukunfts-ich mit dir.
Wie wir alle irgendwann schon mal gehört haben, ist Angst ein schlechter Berater. Deshalb braucht es die richtigen Tools, um sich Zukunft vorzustellen und aus der Angst ins Tun zu kommen. Die Zukunft ist vielleicht das größte und das lohnendste Lernabenteuer von allen. Die Zukunft, zum Beispiel in zehn Jahren, ist für unser Gehirn aber eine ziemlich lange Zeit. Wir gleiten schnell ins Abstrakte oder unklare ab, wenn wir einfach so versuchen uns die Zukunft vorzustellen. Damit Zukunft nichts Abstraktes bleibt, fängt man deshalb immer bei sich selbst an. |
|
Dein zukünftiges Ich ist dir fremd
Am besten beginnen wir die Reise zum zukünftigen Selbst mit etwas, was wir alle kennen – biografische Daten:
Wenn du Lust und Zeit hast, nimm dir jetzt fünf Minuten Zeit um diese Fragen (und alle die dir noch wichtig erscheinen) zu beantworten, bevor du weiter gehst.
Das Zukunfts-Ich
Bist du fertig mit den biografischen Daten? Dann lass uns tiefer in den Kaninchenbau der Zukunft einsteigen. Damit nicht die Angst vor dem weißen Blatt zuschlägt, habe ich dafür zusammen mit meiner Zukunftshandwerkerkollegin Angela Hamatschek für das University Future Festival vor ein paar Jahren entwickelt und für diesen Kurs noch mal etwas überarbeitet. Denn für das UFF hatte das Zukunfts-Ich den Fokus auf meine Bildungszukunft gelegt. Hier wollen wir aber einen weiteren Blick auf das zukünftige Leben werfen. Und damit auch Du Deinen ersten Schritt ins Zukunftsdenken gehen kannst, stelle ich dir hiermit das Zukunft-Ich zum Herunterladen zur Verfügung. Egal ob du gerade unsicher, bis wo es beruflich hingehen soll, oder privat, ein Blick ins Jahr 2036 ist der erste Schritt ins Tun. |
|
Nimm dir auch hier wieder ein paar Minuten Zeit, um dir Notizen zu dieser Zukunft zu machen. Lass uns diese Zukunft zum Leben erweckenHast du das Zukunfts-Ich fertig? Dann lass uns diese Zukunft jetzt zum Leben erwecken. Dafür öffnest du das generative KI Tool deiner Wahl (Gemini, Claude, Copilot oder ChatGPT zum Beispiel) und gibst den folgenden Prompt ein: |
|
Basierend auf den folgenden Informationen über mein Zukunfts-Ich und biografischen Details, schreibe eine lebendige, konkrete Szene aus meinem Leben im Jahr 2036. Meine Zukunfts-Ich-Daten: [Hier die Informationen zum Zukunfts-Ich einfügen: Beruf/Tätigkeit, Werte, Lebensumfeld, wichtige Beziehungen, Hobbys, etc.] Anweisungen für die Szene:
|
|
Das I-Tüpfelchen ist übrigens das eigene Bild in Nano Banana (Google Bild-KI) reinzuschmeißen und den Prompt zu geben „Mach diese Person zehn Jahre älter und [spezifiziere wie die Umgebung aussieht]…“ So sieht das übrigens bei mir aus: |
|
Jetzt hast du einen konkreten Blick in deine Zukunft bekommen. Wie fühlst du dich damit? Nimm dir noch mal 2-3 Minuten Zeit, um in dich hineinzuspüren, wie gut du dich mit diesem Zukunfts-Ich anfreunden kannst. Wer weiß, vielleicht motiviert es dich, neue Wege einzuschlagen. |
Du möchtest lernen, wie du Lernerlebnisse wie dieses gestaltest?
In meinen Workshops arbeiten wir mit konkreten Tools und Methoden, um aus abstrakten Möglichkeiten greifbare Handlungsschritte zu entwickeln. Lass uns gemeinsam an der Zukunft des Lernens arbeiten.
