Selten hat sich meine Karriere seltsamer angefühlt als an dem Tag, an dem ich die Überschrift in einem Online-Magazin sah „Storytelling nun der meist gesuchteste Skill der Welt“. Seit Jahren erzähle ich allen, die es hören wollen (oder auch nicht) das Storytelling auf so vielen Ebenen sinnvoll und wichtig ist – vor allem auch im Zusammenhang mit Lernen. Und doch höre ich immer noch die Frage „lohnt sich das wirklich?“. Ich glaube, die Antwort haben wir jetzt alle, denn die Stellenanzeigen mit dem Wort „Storytelling“ haben sich im Jahr 2025 verdoppelt. Aber warum eigentlich gerade jetzt? 


Die Antwort wie auf so vieles momentan ist KI. Wir ertrinken in „AI Slop“ – inhaltslose Posts, Videos und Präsentationen, die mit KI erstellt wurden aber außer Zeit nichts voranbringen. Wer sich von der Masse an automatisierten Inhalten als Mensch oder Unternehmen abheben will, braucht jetzt eine zutiefst menschliche Fähigkeit: Storytelling. Die ersten die das erkannt haben, dass man menschliches erzählen mit all den Narrativen und echten Charakteren, die sich im Gehirn verfangen, waren übrigens OpenAI. Ihre Werbespots werden von echten Menschen gedreht, gespielt und produziert. Auch irgendwie seltsam, oder?

Modellvergleich 2025

10 weitere gute Gründe jetzt Storytelling zu lernen:

  1. Geschichten bleiben hängen, Fakten verschwinden. Studien belegen, dass du dir um ein Vielfaches mehr Information merkst, wenn sie in eine Erzählung eingebettet ist. Du brauchst keine besseren Argumente, du brauchst eine bessere Geschichte.
  2. Führung funktioniert über Narrative. 70 % aller Transformationsprojekte scheitern, und die Hauptursache ist fast immer dieselbe: schlechte Kommunikation. Wenn du Teams, Stakeholder oder Kunden wirklich bewegen willst, brauchst du eine Geschichte, keine Folie.
  3. Storytelling ist „Sensemaking“ (Sinngebung). Wenn du eine Geschichte erzählst, ordnest du die Welt nicht nur für andere, sondern zuerst für dich selbst. Chaos in Bedeutung zu verwandeln, Ursachen zu benennen, einen roten Faden zu ziehen, das ist ein aktiver kognitiver Akt, der dich klarer denken und besser entscheiden lässt.
  4. Geschichten bauen neurochemisch Vertrauen auf. Paul Zak wies nach, dass eine gut erzählte Geschichte messbar Oxytocin ausschüttet, den Neurotransmitter, der Empathie und Kooperationsbereitschaft steuert. Im Volksmund auch bekannt als „Kuschelhormon“. Vertrauen entsteht nicht durch Argumente, es entsteht durch Resonanz.
  5. Storytelling schärft deine Identität und die deines Business. Wer regelmäßig Geschichten erzählt, muss entscheiden, was wirklich relevant ist. Dieser Prozess ist keine Selbstdarstellung, er ist Selbstkenntnis. Und wer sich selbst klar erzählen kann, kommuniziert kohärenter, wirkt authentischer und findet sich in Veränderungen schneller neu.
  6. Empathie ist trainierbar, und Geschichten sind dein Training. Jedes Mal, wenn du eine Geschichte erzählst oder einer zuhörst, übst du Perspektivwechsel. Dein Gehirn simuliert dabei neuronal die Situation des anderen, das hat Uri Hasson (Princeton) belegt. Empathie ist kein Charakterzug, sie ist eine Fähigkeit, und Storytelling ist der direkteste Weg, sie zu entwickeln.
  7. Komplexität braucht Geschichten, um zu wirken. Ob KI-Ethik, Klimawandel oder Unternehmensstrategie, abstrakte Themen bleiben folgenlos, solange sie nicht in konkrete menschliche Konsequenzen übersetzt werden. Storytelling und Tools wie der Story-Teppich macht Komplexität nicht kleiner, es macht sie zugänglich. Und erst dann erzeugt sie Handlung.
  8. Storytelling macht zufrieden. Geschichten zu erzählen ist ein urmenschliches Bedürfnis, kein moderner Trend. Menschen, die regelmäßig eigene Narrative formulieren, berichten über ein stärkeres Gefühl von Sinn und Selbstwirksamkeit. Du verstehst nicht nur besser, wer du bist und wohin du willst, du spürst auch, dass deine Stimme zählt. Das ist kein netter Nebeneffekt, das ist ein Kernversprechen.
  9. Storytelling macht dich erfolgreicher im Job. Studien von McKinsey zeigen, dass Menschen, die Storytelling beherrschen, bessere Chancen auf dem Jobmarkt haben und im Job höhere Gehälter bekommen. 
  10. KI kann keinen Kontext fühlen. Maschinen produzieren Content am laufenden Band, aber sie können nicht den Raum lesen, Vertrauen aufbauen oder eine Botschaft so zuspitzen, dass sie beim richtigen Menschen im richtigen Moment landet. Dein Vorsprung als Storyteller lässt sich schlicht nicht automatisieren.

Sollte man KI fürs Erzählen nutzen?

KI kann hier und da nützlich sein beim Erzählen, aber gute Geschichten sind zu einem guten Teil Handarbeit und Übungssache. Denn wer automatisiert verliert die wichtigen Ebenen: Sinn finden, die Verbindung zu Menschen, das Gefühl für die Zielgruppe. 

Problematisch ist auch, dass wir uns für generierten Content nicht so verantwortlich fühlen und ihn auch wesentlich schlechter erinnern. Das kann im Gespräch über die tolle Geschichte auf dem Blog oder auf LinkedIn dann schnell peinlich werden. 

KI kann jedoch sehr effektiv als „Kritiker“ für geschriebene Geschichten fungieren und dabei helfen, mit der Zeit immer besser darin zu werden.

Ich biete Storytelling mit und ohne KI in verschiedenen Workshops sowie in Einzel- und Gruppen-Mentoring-Sitzungen an. (Und bald gibt es etwas Neues – siehe den Abschnitt „Highlights“) 

Es ist nie zu spät, die gefragteste Fähigkeit unserer Zeit zu erlernen. 

    Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst.

    Werde Lernabeneteurer*in

    Du willst mehr über Futures Thinking und Lernabenteuer, die das Leben schreibt, erfahren? Dann melde dich jetzt in der Fußzeile zum Newsletter an.