|
Ich sitze gerade selbst auf der virtuellen Schulbank. Meine Weiterbildung zur Impact Experience Designerin läuft seit ein paar Wochen, und ich sauge jede Session und jedes Modul förmlich auf. Wie der Name schon sagt geht es um Transformation, und letzte Woche hatte ich einen dieser Aha-Momente, die einen nicht mehr loslassen. Als ich das Framwork für Transformational Storytelling gesehen habe, dass dort gelehrt wird habe ich gestutzt. Es beginnt nicht klassisch mit der Frage nach der Zielgruppe. Aber womit eigentlich dann? In diesem Moment wurde mir klar: Es gibt zwei grundlegend verschiedene Denkschulen, wie man gute Lerngeschichten (Lernen ist auch Transformation) gestaltet. Beide sind valide. Beide führen zu guten Ergebnissen. Aber sie beginnen an unterschiedlichen Punkten. Ansatz 1: Transformation zuerstIm Transformational Storytelling Framework beginnen wir mit der großen Frage: Was soll sich verändern? Nicht bei einzelnen Personen, sondern in der Welt, in der Organisation, im System. Erst danach fragst du: Wer muss sich dafür verändern? Welche Menschen müssen anders denken, glauben oder handeln, damit diese Transformation möglich wird? |
Ein Beispiel aus meinem aktuellen Projekt: Ich schraube gerade mal wieder an einem (noch geheimen) Angebot zum Thema Zukunftskompetenz. Meine Transformationsintention: „Ich will, dass Menschen Zukunft nicht als Bedrohung, sondern als Gestaltungsraum erleben.“
Erst im zweiten Schritt überlege ich: Wer muss sich dafür ändern? Die Transformation steht fest – die konkrete Zielgruppe ergibt sich daraus.
Wann nutzt du diesen Ansatz?
- Wenn du ein großes gesellschaftliches oder organisationales Thema hast
- Wenn du noch nicht genau weißt, wen du erreichen musst
- Wenn du systemische Veränderungen anstrebst
- Wenn du ein neues Angebot entwickelst und die Zielgruppe noch explorierst
Ansatz 2: Zielgruppe zuerst
Der zweite Ansatz kommt von Thomas Pyczak und seiner „Reise des Publikums“ aus dem Buch „Talk!“. Hier beginnst du mit konkretem Wissen über deine Zielgruppe.
Das Framework hat drei Schritte:
- Was denkt/glaubt/tut dein Publikum VORHER (also jetzt)? Du musst genau verstehen, wo deine Zielgruppe aktuell steht. Was wissen / tun / glauben diese Menschen bereits.
- Was soll es NACHHER denken/glauben/tun? Definiere die gewünschte Transformation.
- Welche Methode oder Geschichte brauchst du, um die Transformation von vorher zu nachher zu erreichen?
Der entscheidende Unterschied: Bei diesem Ansatz musst du deine Zielgruppe schon gut kennen. Du brauchst Insights, Verständnis, vielleicht sogar Personas oder konkrete Erfahrungswerte.
Wann nutzt du diesen Ansatz?
- Wenn du eine konkrete Präsentation für eine bekannte Gruppe gestaltest
- Wenn du bereits Zielgruppenwissen hast
- Wenn du für spezifische Stakeholder kommunizierst
- Wenn du ein bestehendes Angebot für eine definierte Gruppe optimierst
Ein Beispiel in der Praxis
Mit Transformationsintention: „Ich will, dass Unternehmen nachhaltiger wirtschaften.“ → Dann erst: Wer muss sich dafür ändern? C-Suite-Entscheider? Middle Management? Einkaufsteams? Produktentwickler? → Ich entwickle verschiedene Workshop-Varianten für unterschiedliche Zielgruppen, aber die Transformationsintention bleibt gleich.
Mit Zielgruppenfokus: „Ich habe einen Workshop für das Einkaufsteam von Unternehmen X.“ → Was denken die jetzt über nachhaltige Beschaffung? Was glauben sie über Kosten? Wie handeln sie aktuell? → Was sollen sie nachher anders machen? → Ich gestalte den Workshop spezifisch für diese Gruppe mit ihren konkreten Herausforderungen.
Am Ende des Tages wirst Du in den allermeisten Projekten beides brauchen: Du beginnst mit der großen Transformationsintention und arbeitest dich dann zur konkreten Zielgruppenreise vor. Oder umgekehrt: Du gestaltest für eine spezifische Gruppe und erkennst dabei die größere Transformation, die dahinter steckt.
Beginnst du lieber mit der großen Transformationsintention? Oder mit dem konkreten Wissen über deine Zielgruppe? Oder wechselst du je nach Projekt?
Schreib mir deine Gedanken. Ich freue mich auf den Austausch.
Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung verfasst.
Du möchtest lernen, wie du Lernerlebnisse wie dieses gestaltest?
In meinen Workshops arbeiten wir mit konkreten Tools und Methoden, um aus abstrakten Möglichkeiten greifbare Handlungsschritte zu entwickeln. Lass uns gemeinsam an der Zukunft des Lernens arbeiten.
